«Der Hobbit» gehört zu den bekanntesten Werken von J.R.R. Tolkien. 2012 erschien der Film zu der Geschichte. Ich bin mit der Geschichte von Bilbo Beutlin aufgewachsen. Daher stellt sich mir die Frage, was nun besser ist: der Roman oder der Film? Diese Frage habe ich in einem Interview mit T. W. genauer angesehen.
Der Hobbit
Vor vielen Jahren herrschte der Zwerg Thror als König vom Einsamen Berg Erebor. Nach langem Suchen fanden die Zwerge im Berg den Arkenstein, das Herz des Berges. Sein Reichtum führte dazu, dass Thror krank wurde. Vom Reichtum angelockt, kam der Drache Smaug und griff das Königreich an. Die Zwerge mussten aus ihrer Heimat fliehen.
Viele Jahre später will Thrors Enkel Thorin seine Heimat zurückerobern. Dafür brauchen er und seine Kompanie einen Meisterdieb. Der Zauberer Gandalf, der den Zwergen hilft, entscheidet sich für den Hobbit Bilbo Beutlin. Bilbo Beutlin, der eigentlich aus einer angesehenen Familie stammt und nie etwas unerwartetes tut, stürzt sich mit den dreizehn Zwergen in eine epische Reise.
Auf dem Weg erleben sie viele Abenteuer, von Bergtrollen bis zu Orks. Nachdem der Drache Smaug bezwungen wurde, müssen sie sich ein letztes Mal beweisen: in der Schlacht der fünf Heere.

Mittelerde
Tolkiens Romane spielen in der eigens erfundenen Welt Mittelerde. Auch bauen seine Romane aufeinander auf. So findet Bilbo Beutlin in der Geschichte des Hobbits einen Ring, mit dessen Hilfe er unsichtbar wird. Dieser Ring wird in der späteren Erzählung «Der Herr der Ringe» eine zentrale Rolle einnehmen.
Die Verfilmung
Peter Jackson führte Regie und verfilmte «Der Hobbit» in drei Teilen. Die Filme wurden von 2012 bis 2014 veröffentlicht. Gedreht wurde in Neuseeland. Die Filme waren in mehreren Kategorien für Oscars nominiert und gehören zu den finanziell erfolgreichsten Filmserien.
Interview
Mit T. W. habe ich den Vergleich zwischen dem Buch und den Filmen thematisiert.
Dazu habe ich folgende Fragen gestellt:
Was ist Ihre Interpretation von einem Meisterdieb?
Meine Interpretation von einem Meisterdieb ist jemand, der für Ruhm stiehlt, nicht für etwas Persönliches. Meisterdiebe wollen der ganzen Welt zeigen, dass nur sie fähig sind, etwas Bestimmtes zu klauen.
Was finden Sie das Schönste an der Geschichte?
Da ich zuerst «Der Herr der Ringe» gelesen habe, fand ich es «mega cool», noch mehr von dieser Welt zu erfahren. Ein Highlight war sicher Smaug, da Drachen sonst nur im «Silmarillion» (eine weitere Buchsammlung von J. R. R. Tolkien) vorkommen, und ich ein grosser Drachen-/Smaug-Fan bin. Die Drachen stellen einen Hauptunterschied zwischen «Der Hobbit» und «Der Herr der Ringe» dar.
Mit welcher Figur konnten Sie sich am besten identifizieren? Warum?
Am ehesten mit Bilbo, weil er der Hauptcharakter und am menschlichsten ist, da man die Menschen aus der Seestadt nicht so gut kennenlernt. Ich habe es Bilbo sehr gegönnt, dass er am Schluss den Eingang zum Erebor gefunden hat. Ich finde, Bilbo war ein Held.
Welche Stellen finden Sie am besten? Warum?
Es gab viele gute Szenen. Zu denen, die ich am besten fand, gehört die Stelle, in der Gandalf die Bergtrolle überlistet und sie so versteinern lässt (im Buch). Oder wie Bilbo dem Wesen Gollum den Ring abknöpft, da es so düster und gefährlich ist. Die düstere Atmosphäre fand ich «krass». Man merkt, wie unwohl Bilbo ist. Schlussendlich ist Gollum ja ein Monster. Natürlich ist auch das Gespräch zwischen Bilbo und Smaug sehr gut. Es ist spannend geschrieben. Man merkt, wie gefährlich Smaug ist und wie er mit Bilbo spricht, ohne ihn zu sehen, während er manipulativ versucht herauszufinden, wer oder was Bilbo ist.
Finden Sie das Buch oder die Filme besser? Weshalb?
Ich finde beides toll. Die Filme wurden hollywoodmässig in die Länge gezogen, man hat versucht, das Beste aus ihnen herauszuholen. Im Film ist die Action im Vordergrund, während im Buch die Geschichte besser erzählt wird. Beim Film muss man nicht aktiv dabei sein. Tolkien schreibt gut, es macht Freude, seine Werke zu lesen. Der Film ist nicht so überragend, es ist ein «normaler Fantasyfilm». Er besitzt nicht den nachklingenden Zauber, den das Buch hat. Die Schlacht der fünf Heere wurde im Buch besser aufgebaut, man konnte besser erkennen, weshalb sie so heisst, nämlich wegen der fünf Heere, die daran beteiligt waren.
Was finden Sie schade oder schön, dass es in den Filmen anders gemacht wurde als im Buch? Warum?
Ich fand die Begegnung mit Smaug im Buch richtig gut gemacht. Vielleicht vermiest mir das Bild die Spannung, aber im Vergleich zum Buch fand ich es nicht so spannend.
Im Buch war Smaug sehr böse, hinterlistig, intelligent und tiefgründig, das merkte ich im Film nicht so sehr. Wenn man das «Silmarillion» kennt, weiss man, wie alt Smaug ist. Er kennt noch den letzten grossen Bösewicht Morgoth. Smaug führt sein Erbe aktiv weiter. Das merkt man im Buch besser.
Meine Meinung

«In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.»
Dieser erste Satz hat mich in die Welt von Tolkien geführt. Die Geschichte des Hobbits kenne ich schon lange, und sie bedeutet mir viel. Ich kann nicht sagen, ob ich das Buch oder den Film besser finde. Das Buch hat einen Zauber, der einen schon während des Lesens in seinen Bann zieht. Auch die Verfilmungen haben ihre Magie. Es gibt Szenen im Film, die sehr gut gelungen sind und die einen der Geschichte noch näherbringen. Beispielsweise die Anfangsszene, in der der alte Bilbo die Geschichte beginnt aufzuschreiben. Oder wie man merkt, dass Thorin dem Reichtum verfällt wie einst sein Grossvater.
Im Buch lernt man mehr Charaktere kennen und sie werden vielseitiger gezeigt. Im Buch wird einem die Handlung vom Autor persönlich beschrieben. Man erfährt mehr über Mittelerde und die Zusammenhänge der Geschichte.
Fazit
In einem Film kann nie die ganze Geschichte gezeigt werden. Das Buch wird immer genauer sein und mehr von den Charakteren erzählen. Die Verfilmung von «Der Hobbit» ist aber sehr gut gemacht. Natürlich gibt es Szenen, die ich im Film vermisse, weil sie nicht vorkommen. Andere Szenen hingegen haben im Film eine grössere emotionale Tiefe. Im Interview habe ich gemerkt, dass mir und T. W. verschiedene Dinge unterschiedlich stark aufgefallen sind. Das könnte davon kommen, dass T. W. die für ihn besten Szenen im Kopf behielt. Ich hingegen habe die Filme und das Buch extra nochmals geschaut und gelesen.





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