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Spass, Kraft und Technik

Ausgabe 56

Die Minimum Boulderhalle Flüela, eine der beliebtesten Boulderhallen in Zürich!

Valentina R.

Die Minimum Boulderhalle Flüela ist eine der beliebtesten Boulderhallen in Zürich. An einem heissen Sommertag geht man in die Minimum Boulderhalle Flüela, denn es ist schön erfrischend. Falls man irgendwann Hunger oder Durst bekommt, holt man sich etwas Leckeres an der Bar.

Es ist Samstag, 18 Uhr. Wir befinden uns in Albisrieden an der Grenze zu Altstetten. In der James Siedlung hört man die Kinder und sieht, wie sie draussen Fangen spielen. Wir stehen vor dem Minimum. Draussen sitzen viele Menschen im Restaurant. Drinnen hat es nicht so viele Gäste, da alle lieber draussen die Sonne geniessen. Da es schon 18 Uhr ist, sind viele Menschen in der Halle und bouldern. Man hört die Musik im Hintergrund; es ist schön erfrischend, da die Klimaanlage eingeschaltet ist. Im Kursecken sieht man die Kinder, wie sie «Alle gegen Alle» spielen. Irgendjemand hat vergessen, Deo zu benutzen. Die meisten Menschen sehen sehr konzentriert aus.

Wir gehen zum Kursecken. Dort redet Alex gerade mit ein paar Kindern. Alex ist eine Trainerin. Wir gehen zusammen in den hinteren Teil der Boulderhalle. Alex klettert schon seit über 20 Jahren; sie begann in Brasilien am Seil und später dann mit dem Bouldern. Für all jene, für die Klettern und Bouldern dasselbe ist: Klettern ist mit Seil, Bouldern hingegen ist ohne Seil und man bouldert auch nicht so hoch.

Die Lösung für ein Ziel

Im Minimum arbeitet Alex schon seit 12 Jahren. Sie sagt: «Bouldern ist für mich die perfekte Mischung aus Spass, Kraft und Technik.» Im Minimum gibt sie verschiedene Kurse, auch für Kinder. Hatte sie schon mal jemanden in ihrem Kurs, der Höhenangst hatte, wollen wir wissen. Sie überlegt kurz: «Ich hatte mal ein Kind mit Höhenangst. Ich versuchte, es zu beruhigen und geduldig nach unten zu leiten.»

Was sind typische Verletzungen beim Bouldern, fragen wir. Sie antwortet: «Die häufigsten Verletzungen beim Bouldern betreffen Knie, Schulter und Finger. Ich hatte mit allen dreien auch schon Probleme. Deshalb sage ich, dass Krafttraining zur Stärkung der Muskulatur und zur Stabilisierung des Körpers Verletzungen vorbeugt.»

Was macht ihr am meisten Spass am Bouldern? Sie antwortet: «Die Freude, dass du eine Lösung für ein Ziel hast, also eine Route. Du hast ein Ziel und bist fokussiert, dieses Ziel zu erreichen. Und das finde ich super. Es ist nicht so, wie wenn du in ein Fitnessstudio gehst, weil du dort oft allein bist. Beim Bouldern steht nicht im Fokus, ob du stark bist, einen schönen Körper hast oder sportlich wirst. Dein Fokus liegt eher darauf, dein Ziel zu erreichen.»

Von klein zu gross

Das Minimum ist eine Kombination aus Boulderhalle, Bar und Restaurant. Die Geschichte begann in der Nähe der Roten Fabrik. Über sieben Jahre lang war das Minimum dort eine kleine Kult-Boulderhalle. Sie zügelten im Herbst 2013 an die Flüelastrasse. Das Minimum hat eine Grundfläche von einem Handball-Spielfeld. Im hinteren Teil der Halle gibt es einen Durchgang, der in einen zweiten Raum führt. Man kann sich dort aufwärmen, stretchen und Krafttraining machen. Es gibt ca. 200 verschiedene Boulder-Routen in der Halle.

Mittlerweile ist es 19 Uhr. Für Alex beginnt der nächste Kurs. «Hallo Alex», ruft ein Kind ihr zu. Die Kinder ziehen gerade ihre Schuhe an. Alex sagt ihnen: «Wir gehen schon mal nach hinten, vielleicht kommen die anderen nachher noch.» Sie gehen nach hinten; da kommen zwei Mädchen hereingestürmt. Sie sehen ein bisschen gestresst aus. Alex sieht gerade, wie sie hereinkommen, und sagt: «Da seid ihr ja!» Auf dem Weg nach draussen kaufe ich mir noch ein Eis. Beim Rausgehen rieche ich den leckeren Sommerduft.

MINIMUM Boulderhalle Flüela, Flüelastrasse 31, 8047 Zürich, Tel. 043 321 86 92, www.minimum.ch

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