Das Bowling West in Schlieren: von draussen wirkt es ruhig und unscheinbar. Doch sobald man eintritt, ist es genau das Gegenteil: gute Stimmung, leckeres Essen und grossartige Vibes!
Es ist Freitag, 22 Uhr. Draussen ist es ruhig, doch durch den Schlitz einer weissen Tür hört man Musik. Die Musik von Michael Jackson macht neugierig – man will sofort hineingehen. Die Tür geht auf, drinnen ist es voll und laut. Man hört laute Musik, Kegel, die umfallen, und Leute, die «Strike!» schreien. Wir sind im Bowling West in Schlieren. Der Duft von Pizza steigt in die Nase. Einige erzielen immer wieder einen Strike, andere treffen teilweise die falsche Bahn. Doch egal, ob 100+ oder 20 Punkte – alle haben ihren Spass!
An der Kasse steht ein Mann, der uns anfänglich etwas komisch anschaut. Er kommt rüber und fragt: «Bist du der junge Journalist?» Ich nicke. Er sagt: «Komm mal mit.» Während er uns zum Ort des Interviews begleitet, beobachten wir ihn ein wenig. Er arbeitet als Angestellter im Bowlingcenter, trägt ein schwarzes Karate-T-Shirt und wirkt sympathisch.
Kälte draussen, volle Bahnen

Sind Sie selbst gut im Bowling, wollen wir wissen. Er sagt: «Ich selbst bin kein Bowlingspieler, sondern Karate-Trainer. Aber ab und zu spielen die Mitarbeitenden auch, und ich werde immer besser.» Wir denken uns, jetzt ergibt sein T-Shirt mehr Sinn … Er erzählt uns, dass er nach dem Interview ein Video zeigen werde, in dem er einen Baseballschläger mit seinem Schienbein kaputtmacht.
À propos kaputtmachen: Was war der grösste Schaden hier, und ist der Boden der Bowlingbahn schon einmal kaputtgegangen, fragen wir. Er zeigt mit dem Finger nach oben und sagt: «Da oben hat jemand einmal die Decke mit dem Ball getroffen.» Sein Finger bewegt sich und zeigt Richtung Bowlingbahn. «Hinten bei der Bowlingbahn wurde auch schon die Wand getroffen. Aber der Boden ist noch nie kaputtgegangen.» – Noch nie? «Nein», sagt er, «die sind stabil.»
Wie viele Leute kommen pro Tag ins Bowling West, fragen wir. Er überlegt kurz und sagt: «Es ist sehr unterschiedlich. An einem heissen Sommertag mit 32 Grad ist die Halle leer. Aber wie ihr jetzt sehen könnt, ist die Halle voll, weil es draussen eher kalt ist. Der Winter ist unsere Hauptsaison. Das heisst: Unten sind alle Bahnen besetzt – zehn Bahnen mit je sechs Personen. Und im Restaurant können wir auch über 50 Leute platzieren.» Uns nimmt wunder: wie wird man gut im Bowling, und worauf muss man sich beim Bowling konzentrieren? Er antwortet: «Übung macht den Meister.» Dann fügt er an: «Kommt, ich zeige euch etwas, was sonst niemand sieht.»
Was hinter den Bahnen passiert
Er bringt uns hinter die Kulissen. Dort können wir beobachten, wie die Bowlingkugel ihren Weg zurückfindet. Auch die Fäden, die mit den Kegeln verbunden sind, sind zu sehen. Er zeigt uns ein Bild, wie früher die Kegel von Kindern wieder aufgestellt wurden. Wir bedanken uns bei ihm für die schönen anderthalb Stunden, als er sagt: «Warte, ich habe noch etwas für dich.» Er drückt uns einen Kegel in die Arme: «Als Erinnerung!»
Wir gehen zurück in den Bowlingraum und werfen selbst noch ein paar Kugeln über die Bahn. Das Bowling West ist ein modernes Bowlingcenter in Schlieren. Es hat grossartige Lichter, einen Boxautomaten gibt es auch, die Auswahl im Restaurant ist riesig und lecker, und Billard spielen ist auch eine Option. Das Bowling West gibt es schon seit 1993; damals hatte es aber eher einen «American Look», heute ist es jedoch modern. In der Stadt Zürich gibt es drei Bowlingcenter, und das Bowling West gilt als das Beste.
Wir legen den geschenkten Kegel auf einen Tisch und spielen selber noch eine Runde. Ich merke, dass ich ein bisschen schlechter geworden bin, doch für einen Strike reicht es noch. Später machen wir einen Schlag im Boxautomaten, da habe ich mich verbessert: Score von 820 – Rekord!
Bowling West, Ifangstrasse 8, 8952 Schlieren, Tel. 044 731 02 06, bowlingwest.ch






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