Will man ins Kino im Sihlcity gehen, hat aber Hunger und will keinen langen Umweg? Dann geht man doch einfach ins Vapiano! Das Essen ist fein und frisch. Man kann zusehen, wie die verschiedensten Arten von Pizzen und frisch gemachten Pastasorten zubereitet werden.
Es ist Sonntag, 12 Uhr im Sihlcity. Es hat wenige Menschen. Doch als wir auf das Vapiano zugehen, hören wir auf einmal viele Stimmen. Die Türe öffnet sich und es wird doppelt so laut. Wir hören, wie Babys weinen, Kleinkinder herumrennen und natürlich, wie die Eltern versuchen, ihre Kinder zu beruhigen. Zuerst müssen wir eine Karte von der Rezeption holen, damit wir Essen bestellen können. Die Karte ist wie eine Kreditkarte; darauf steht gross geschrieben Vapiano.
Wir laufen zu einem Tisch, an dem mittendrin ein Olivenbaum gepflanzt wurde. Der Olivenbaum ist sehr gross. Seine Blätter sind klein. Wir setzen uns hin und warten auf Herrn Leuker. Während wir warten, trinken wir eine Schokomilch und essen dazu noch ein Stück Brot. Herr Leuker kommt aus dem Lift.

Vertrauen und gute Zusammenarbeit
Herr Leuker hat im Jahr 2010 bei Vapiano als Schichtleiter angefangen. Jetzt ist er COO (Chief Operating Officer) von Vapiano in der ganzen Schweiz. Wie stellen Sie sich einen problemlosen Restaurantbetrieb vor, fragen wir. Er sagt: «Einen komplett problemlosen Betrieb wird es nie geben. Es gibt immer Herausforderungen. Entscheidend ist ein gutes Team: starke Geschäftsführer, vertrauenswürdige und langjährige Mitarbeitende. Ich kann nicht täglich in jedem Betrieb sein, deshalb brauche ich Vertrauen und gute Zusammenarbeit vor Ort.»
Vor dem Tresen sehen wir eine lange Schlange; dort stehen Jung und Alt. Alle warten, bis sie endlich ihre Pizza bekommen. Es interessiert uns, wie Vapiano mit Stosszeiten umgeht. Herr Leuker sagt: «Stosszeiten, also mittags um 12 Uhr, abend um 19 Uhr, sind konstant. In diesen Zeiten setzen wir mehr Personal ein. Herausforderungen handhabe ich gelassen, weil Erfahrung hilft. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, die Situation zu analysieren und eine Lösung zu suchen», antwortet er.

Der erste Kontakt mit dem Gast sind die Mitarbeitenden
Welche Aspekte sorgen am meisten für den Erfolg eines Restaurants, wollen wir wissen. «Die Mitarbeitenden! Sie sind der erste Kontakt mit dem Gast, an der Bar, bei der Pizza, der Pasta oder dem Salat. Mitarbeitende müssen freundlich auftreten, gepflegt sein, verkaufen können und Smalltalk beherrschen», antwortet er.
Herr Leuker ist COO eines grossen Unternehmens. Was ist die wichtigste Lektion, die er als Führungskraft gelernt hat? Herr Leuker denkt kurz nach. Dann antwortet er: «Ruhe bewahren. Es gibt täglich Herausforderungen. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, nachzudenken und das Problem strukturiert anzugehen.»
Wir verabschieden uns von Herrn Leuker und bestellen eine Pizza Margherita. In wenigen Minuten ist sie schon bereit. Als wir ein Stück nehmen, sehen wir, wie der geschmolzene Mozzarella Fäden zieht. Wir haben Hunger, also nehmen wir einen Biss. «Mmh», denken wir.
Mehr als 150 Restaurants weltweit
Übrigens: Vapiano wurde nicht in Italien gegründet, sondern in Deutschland, und zwar in Hamburg im Jahr 2002. Das erste Schweizer Vapiano eröffnete 2007 im Zürcher Sihlcity. Der Name stammt vom italienischen Sprichwort «Chi va piano, va sano e va lontano» (Wer langsam geht, lebt gesünder und länger). Die Pasta und der Pizzateig werden täglich frisch hergestellt. Die Gäste können sogar sehen, wie ihr Essen zubereitet wird. In der Schweiz gibt es fünf Standorte; Vapiano ist heute in über 30 Ländern vertreten und betreibt mehr als 150 Restaurants weltweit.

Wir gehen an die Bar und holen eine Gelato. Mittlerweile ist es schon 13 Uhr. Wir nehmen einen Löffel Vanillieglace und als er unseren Mund erreicht, fühlen wir die angenehme Kälte des Glaces. Um uns herum hören wir, wie Menschen essen. Im Vapiano herrscht eine grossartige Stimmung.
Vapiano Sihlcity, Kalanderplatz 9, 8045 Zürich, Tel. 044 201 15 25, https://vapiano.ch






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