Der Zürichsee hat viele coole Orte zum Hängen und Entspannen. Am besten besucht man die Chinawiese – dort ist es lustig, die Atmosphäre ist gut und alle super gelaunt.
Es ist Sonntag, sechs Uhr abends, die Sonne geht langsam unter, die Bänke sind voller Leute und der Gehweg auch, weil viele Menschen am Zürichsee spazieren. Man hört, wie die Menschen quatschen; man riecht die feinen Pommes, die sich gerade ein paar teilen, und man hört das Plätschern des Sees, weil kleine Kinder Steine ins Wasser werfen. Als wir aus dem Tram steigen, sehen wir bereits, wie überfüllt es am Bellevueplatz ist: Leute laufen mit Glacés herum und alle haben denselben Weg: ab zum Zürichsee!
Wir laufen dem Ufer entlang, bis wir in Wollishofen bei der ZSG – der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft – ankommen. Dort treffen wir Bouschra Selmi. Sie trägt eine beige Jacke und hatte schönes, lockiges Haar. Bouschra Selmi gibt uns einen Rundgang durch das ganze Areal: sie zeigt die Büros, den Aufenthaltsraum und natürlich die Schiffe und Boote, die dort angelegt sind.

Viel Administratives in der Lehre
Nach dem Rundgang gehen wir zum berühmten Schiff «Panta Rhei», um dort das Interview zu führen. Alles ist modern eingerichtet. Bouschra Selmi ist im ersten Lehrjahr. Ist die Lehre schwierig, wollen wir wissen. Sie sagt: «Wenn du eine offene Person bist, wird diese Lehre sehr einfach. Aber wenn du eher eine verschlossene Person bist, kann es schwierig werden.» Sie sagt aber auch, dass sie am Anfang auch eine verschlossene Person war und durch diese Lehre viel offener geworden sei.
Was macht man ganz genau in dieser Lehre, wollen wir wissen. Sie sagt: «In dieser Lehre macht man viel Administratives: Mails beantworten, mit Kunden sprechen, mehrheitlich ist man am Computer und man telefoniert viel.» Was bedeutet ihr der See, fragen wir. Bouschra Selmi antwortet: «Was der See mir bedeutet? Ich würde sagen: das freie Gefühl, wenn du draussen bist, zum Beispiel auf dem oberen Deck, und deine Haare wehen und die frische Luft zu dir kommt.»
Was ist eigentlich speziell an der Panta Rhei? Sie sagt: «Es hat einen tollen Panoramablick. Zudem ist das Schiff klimatisiert und hat einen Lift, das heisst, es ist auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität gut zugänglich. Die älteren Leute mögen das Schiff nicht gerade gern, weil es so modern ist. Aber für uns junge Leute ist es das perfekte Schiff!»
Die ZSG seit 1890
Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft ZSG wurde im Jahr 1890 gegründet. Im Jahr 1957 wurde sie in ihren heutigen Namen umbenannt. Damals hatte sie 18 Schiffe und bot Platz für mehr als 4’200 Fahrgäste. Heute hat die ZSG 17 Schiffe. Die Flotte teilt sich auf in zwei historische Raddampfer, zwölf Motorschiffe und drei kleine Limmatboote für Fahrten in der Stadt. Die Flotte ist sehr modern. Seit Sommer 2025 fährt das erste vollelektrische Schiff auf dem Zürichsee, und im Sommer 2026 kam ein weiteres E‑Schiff dazu.
Nach dem Interview mit Bouschra Selmi laufen wir dem See entlang und geniessen den kalten Wind, der auf uns zukommt. Wir sehen kleine Kinder, die sich sehr über die Enten freuen und ihnen Brot ins Wasser werfen. Die Enten fressen das Brot schnell und verlangen nach mehr. Ein Stück weiter vorne sieht man viele Touristen, die die schönen Schwäne fotografieren. Eine asiatische Touristin ruft: «It’s so lovely here!» Da merkt man: nicht nur wir Zürcher”*innen lieben diesen See, sondern auch die Tourist*innen!
ZSG, Mythenquai 333, 8038 Zürich, Tel. 044 487 13 33, www.zsg.ch






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